Praktische und wirtschaftliche Lösung bei Zahnverlust
Herausnehmbarer Zahnersatz sind künstliche Zähne, die der Patient selbst einsetzen und herausnehmen kann. Sie werden bei teilweisem oder vollständigem Zahnverlust eingesetzt und sind ideal, wenn festsitzender Zahnersatz oder Implantate nicht möglich sind. Dank moderner Technologien bieten herausnehmbare Prothesen heute sowohl ästhetisch als auch funktional hervorragende Ergebnisse.

Durch moderne Materialien und verbesserte Designs sehen herausnehmbare Prothesen heute viel natürlicher aus und bieten hohen Tragekomfort – für ein gesundes und selbstbewusstes Lächeln.

Arten von herausnehmbarem Zahnersatz

  1. Teilprothese:
    Wird verwendet, wenn noch einige natürliche Zähne vorhanden sind. Sie hält mit speziellen Metallklammern an den Zähnen.

  2. Vollprothese:
    Wird eingesetzt, wenn im Ober- und/oder Unterkiefer keine Zähne mehr vorhanden sind. Sie liegt auf dem Zahnfleisch und Gaumen auf.

  3. Teleskop- oder Geschiebeprothese:
    Eine ästhetischere und komfortablere Teilprothese, die über verdeckte Verankerungen (Attachments) fixiert wird – ohne sichtbare Klammern.

  4. Implantatgestützter herausnehmbarer Zahnersatz:
    Eine durch Implantate gestützte Prothese, die mehr Halt und Stabilität bietet. Besonders geeignet bei vollständiger Zahnlosigkeit.

Wann werden herausnehmbare Prothesen empfohlen?

  • Wenn der Kieferknochen für Implantate oder festsitzenden Zahnersatz ungeeignet ist

  • Bei umfangreichem Zahnverlust

  • Bei vollständiger Zahnlosigkeit

  • Wenn Implantate aus gesundheitlichen, altersbedingten oder finanziellen Gründen nicht möglich sind

  • Bei Bedarf nach einer temporären Lösung

Vorteile von herausnehmbarem Zahnersatz

  • Alternative, wenn festsitzender Zahnersatz nicht möglich ist

  • Wiederherstellung der Ästhetik und der fehlenden Zahnreihen

  • Verbesserung von Sprache und Kaufunktion

  • Kostengünstig und leicht zugänglich

  • Leicht reparierbar oder anpassbar

  • Einfache Reinigung, da herausnehmbar

Behandlungsablauf

  1. Munduntersuchung und Röntgen zur Behandlungsplanung

  2. Abdrucknahme des Ober- und Unterkiefers

  3. Anfertigung der individuellen Prothese im Dentallabor

  4. Anprobe zur Kontrolle von Sitz und Ästhetik

  5. Übergabe der Prothese und Anleitung zur Handhabung

  6. Kontrolltermine zur Anpassung nach einigen Wochen oder Monaten

Eingewöhnungsphase
Die Eingewöhnung dauert meist einige Wochen. In den ersten Tagen:

  • Sprechen und Kauen können sich ungewohnt anfühlen

  • Druckgefühl im Mund ist normal

  • Leichte Reizungen oder Druckstellen können auftreten
    Diese Beschwerden sind vorübergehend. Nach kleineren Korrekturen gewöhnt man sich vollständig an die Prothese.

Häufig gestellte Fragen

  1. Wackelt die Prothese im Mund?
    Eine gut angepasste Prothese sitzt fest. Anfangs leichte Bewegungen sind normal und können durch Unterfütterung korrigiert werden.

  2. Kann man mit der Prothese essen?
    Ja. Zu Beginn weiche Speisen bevorzugen, dann langsam zur normalen Ernährung übergehen.

  3. Beeinträchtigt die Prothese das Sprechen?
    In den ersten Tagen kann die Aussprache ungewohnt sein, normalisiert sich jedoch schnell.

  4. Soll man die Prothese nachts herausnehmen?
    Ja. Damit sich das Zahnfleisch erholen kann, sollte die Prothese nachts herausgenommen und in Wasser aufbewahrt werden.

  5. Wie lange hält eine herausnehmbare Prothese?
    Im Durchschnitt 5–7 Jahre. Je nach Veränderungen im Kiefer kann eine Anpassung oder Erneuerung erforderlich sein.

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