Abschied von verlagerten und problematischen Zähnen: Was sind Weisheitszähne?
Weisheitszähne (dritte Molaren) brechen in der Regel zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr durch und befinden sich im hintersten Bereich des Kiefers. Da oft nicht genug Platz im Kiefer vorhanden ist, können sie nicht richtig durchbrechen und bleiben teilweise oder vollständig im Knochen eingeschlossen. Solche verlagerten Weisheitszähne können Schmerzen, Schwellungen, Entzündungen, Karies und sogar Fehlstellungen des Kiefers verursachen.

Daher wird das Entfernen der Weisheitszähne häufig zu einem unvermeidlichen Schritt für eine gesunde Mundhygiene.

Wann sollten Weisheitszähne entfernt werden?

  • Vollständig verlagert: Der Zahn liegt komplett im Zahnfleisch oder Knochen.

  • Teilweise verlagert: Ein Teil ist sichtbar, der Rest bleibt unter dem Zahnfleisch – hohes Infektionsrisiko.

  • Kariös oder entzündet: Schwer zu reinigen, daher anfällig für Karies.

  • Druck auf Nachbarzähne: Kann zu Zahnverschiebungen führen.

  • Zystenbildung: Um den Zahn herum kann sich eine Zyste oder Knochenverlust entwickeln.

  • Vor einer kieferorthopädischen Behandlung: Um Verschiebungen zu verhindern.

Wie wird ein Weisheitszahn entfernt?
Die Methode hängt von der Lage des Zahns ab:

  • Einfache Extraktion:
    Wenn der Zahn vollständig durchgebrochen ist, kann er unter Lokalanästhesie in kurzer Zeit entfernt werden.

  • Chirurgische Extraktion:
    Wenn der Zahn im Zahnfleisch oder Knochen eingeschlossen ist, wird ein kleiner Schnitt gemacht, eventuell etwas Knochen entfernt und der Zahn in mehreren Stücken herausgenommen. Anschließend werden Nähte gesetzt, und die Heilung beginnt nach wenigen Tagen.

Wie lange dauert der Eingriff?
Einfache Extraktionen dauern etwa 10–15 Minuten, chirurgische Eingriffe 30–45 Minuten, je nach Zahnlage und Kieferstruktur.

Nachsorge nach der Extraktion

  • 24 Stunden lang keine heißen Speisen oder Getränke.

  • Am ersten Tag nicht spülen oder spucken.

  • 2 Tage lang nicht rauchen oder Alkohol trinken.

  • Kühlen, um Schwellungen zu vermeiden.

  • Medikamente wie verordnet einnehmen.

  • Harte oder krümelige Speisen vermeiden.

  • Nähte werden meist nach 7–10 Tagen entfernt.

Mögliche Komplikationen

  • Schwellung und Schmerzen: In den ersten 2–3 Tagen normal.

  • Trockene Alveole (Alveolitis): Wenn sich das Blutgerinnsel löst, kann eine schmerzhafte Entzündung entstehen.

  • Kieferklemme oder Muskelverspannung: Besonders bei unteren Weisheitszähnen möglich.

  • Taubheitsgefühl: Vorübergehend, wenn Nerven in der Nähe betroffen sind.
    Diese Symptome sind meist vorübergehend und lassen sich gut behandeln.

Häufig gestellte Fragen

  1. Ist die Entfernung eines Weisheitszahns schmerzhaft?
    Nein. Der Eingriff erfolgt unter Lokalanästhesie und ist schmerzfrei. Leichte Schmerzen danach können mit Medikamenten behandelt werden.

  2. Müssen alle Weisheitszähne entfernt werden?
    Nein. Wenn sie korrekt durchbrechen, gereinigt werden können und keine Probleme verursachen, ist eine Entfernung nicht notwendig.

  3. Sind untere Weisheitszähne schwieriger zu entfernen?
    Ja. Der Unterkieferknochen ist dichter, was die Operation etwas komplexer macht.

  4. Können Weisheitszähne Zahnfehlstellungen verursachen?
    Ja. Besonders verlagert wachsende Zähne können Druck auf die Frontzähne ausüben und Verschiebungen verursachen.

  5. Wie lange dauert die Heilung?
    Die ersten Beschwerden klingen meist nach 3 Tagen ab, vollständige Heilung tritt nach etwa 7–10 Tagen ein.

Lassen Sie uns Kontakt mit Ihnen aufnehmen!